Rundgang durch die Stiftsausstellung
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Südlich an die Kirche und die Veitskapelle schließt sich
der ehemalige Kreuzgang an. Hier finden sich neben Epitaphien
ehemaliger Äbte Schautafeln und Vitrinen mit der Darstellung des Ordenslebens
und den besonderen Aufgaben der Prämonstratenser von Schlägl. Der Weg führt
weiter in die romanische Krypta mit einem achteckigen Mittelpfeiler, der von
einem derben, unsymmetrischen Knospenkapitell gekrönt wird. In den Ecken finden
sich Konsolen, die vermutlich die Symbole der Evangelisten darstellen. Durch
einen Rundbogen gelangt man in die gotische Krypta mit
gotischem Schüttgewölbe. Eine 1988/89 freigelegte Turmkapelle aus der Zeit um
1410 zeigt ein einzigartiges Beispiel gotischer Scheinarchitektur.
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Die Gemäldegalerie - der Raum entstand
1898 - beherbergt eine Auswahl der über 500 Gemälde des Stiftes. Besonders
beachtenswert sind die gotischen Altäre und Bildtafeln, u. a. das "Brixener
Altärchen" von 1484, die "Madonna auf der Rasenbank" um 1500 und die "Madonna im
Ährenkleid" von 1425. Daneben finden sich Bilder mit religiösen Motiven,
Landschaftsbilder und Stillleben aus der Zeit vom 17. Jahrhundert bis um etwa
1900.
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Die Porträtgalerie umfasst nicht nur
Porträts ehemaliger Klostervorsteher, sondern auch der Mitglieder des Konventes
ab 1801. Begründer dieser Galerie war Abt Wilfhelm Waldbauer (+ 1816). Die
Sammlung umfasst mehr als 200 Bilder. Die Porträts der Mitbrüder
werden erst nach deren Tod in der Galerie aufgehängt.
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Die neubarocke Bibliothek wurde im
Jahre 1852 vollendet. Die Einrichtung stammt vom Stiftstischler Anton Simmel und
die Deckengemälde sind nach Vorlage von August Palme entstanden. Die Bibliothek
umfasst eine Sammlung von ca. 60.000 Büchern aus allen Wissensbereichen. Von den
etwa 240 Handschriften und 190 Inkunabeln sind einige besonders schöne Exemplare
in der Bibliothek ausgestellt.
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Im ehemaligen Kapitelsaal aus dem 17.
Jahrhundert ist eine Sammlung von Skulpturen und Entwürfen des aus Südtirol
stammenden Stiftsbildhauers Johann Worath zu sehen. Er wirke
von 1640 -1680 in Schlägl und arbeitete für das Stift und für die Stiftspfarren.
Arbeiten von ihm finden sich auch in Böhmen (u. a. in Friedberg, Krumau und
Prachatitz). Sein Meisterwerk ist die Pieta, die etwa 1642 entstanden sein
dürfte. Zurzeit findet sich hier auch eine Auswahl von Gläsern, die in den
Glashütten im Herrschaftsgebiet des Stiftes Schlägl in der Zeit von ca.
1500 bis ca. 1900 entstanden sind. Seit Ende April ist hier auch das
schmiedeeiserne Uhrwerk der Stiftsturmuhr aufgestellt, das um die Zeit 1710
entstanden ist und das das Wappen des Abtes Siard Worath, eines Sohnes des
Bildhauers Johann Worath, trägt.
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In der Prälatensakristei mit der
Einrichtung aus der Zeit um 1650 sind neben alten wertvollen Messgewändern auch
Abtstäbe, Kelche und andere liturgische Geräte ausgestellt. Besondere Beachtung
verdienen ein gotischer Abtstab mit der Darstellung der
Gottesmutter aus der Zeit um 1490, vermutlich in Passau entstand die
Perlenkasel aus der Zeit um 1570 (gekreuzigter Christus in
reliefartiger Flussperlenstickerei); der Doxaner Ornat mit
reicher Blumenstickerei (Böhmen 1748); der Weihnachtsornat mit
reichen Goldstickereien und Nadelmalereien nach Vorlagen von August Palme,
fertig gestellt 1877 bei der Wiener Firma J. Zambach; ein
Elfenbeinkreuz , reich mit Perlen, Gold und Edelsteinen besetzt
aus der Zeit um 1652; ein Ziborium mit Szenen aus dem Leben
Jesu in Emaille-Arbeit und mit Edelsteinen umrahmt von 1654; die
Strahlenmonstranz der Pfarre Aigen aus der Zeit um
1690, vergoldet und reich mit Steinen besetzt.
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Für den Inhalt dieser Seite
verantwortlich: Kons.-Rat Mag. Stephan Weber
Ein virtueller Rundgang durch die Stiftskirche und die Ausstellungsräume
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