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April 2012

Plenterwald

NEUES AUS DEM FORST (April 2013)

Mit durchwachsenem Wetter hat das Jahr 2013 begonnen, die ersten vierzehn Tage waren verregnet, der Waldboden weich und die Erzeugung und Bringung von Holz nur eingeschränkt möglich. Der in den Revieren Sonnenwald und Angerhäuser geplante Harvestereinsatz musste verschoben werden, um Schäden an den Rückewegen weitestgehend zu vermeiden. Durch die langjährige Geschäftsbeziehung mit dem Holzernte¬unternehmen „Katzenbeißer und Böhm" war dies auch möglich, sodass ab Mitte Jänner dann über 2.000 fm maschinell geerntet werden konnten.

In den Wintermonaten ist der Großteil der Forstarbeiter bei den Hochficht Schiliften beschäftigt, meistens bleibt nur eine Partie im Wald. Im Winter wird bei uns traditionell weniger Holz er¬zeugt als in den Sommer- und Herbstmonaten. Das ist zwar für die meisten Forstbetriebe untypisch, geht aber im Böhmerwald oft gar nicht anders. Viele Waldteile sind bedingt durch Loipen und Schipisten für uns gar nicht zugänglich, die üblichen gro¬ßen Schneemengen verhindern obendrein ein wirtschaftliches Arbeiten.


Der Holzpreis ist nach wie vor auf einem auskömmlichen Ni¬veau, die Nachfrage sehr gut. Diese Aussage bezieht sich aber fast ausschließlich auf Fichte, die mit ca. 70 % auch die Haupt¬baumart im Böhmerwald ist. Gefragt ist immer auch die Lärche, die aber nur vereinzelt bei uns vorkommt. Die zweite Hauptbaumart, die Buche, hat für Stammholz seit ein paar Jahren keinen Markt, lediglich als Brennholzsortiment kann sie zu halbwegs guten Preisen verkauft werden. So wich¬tig diese Baumart auch für die Ökologie des Waldes ist, sowe¬nig erfreulich ist sie von der ökonomischen Seite. Im Durchschnittserlös kann sie mit den Nadelhölzern nicht Schritt halten. Bedingt durch die starken Käferjahre und den Sturm Kyrill (2007) wurde bis 2009 hauptsächlich Fichte genutzt. Mit dem Rückgang des Käfers konnte und musste wieder vermehrt Bu¬che genutzt werden, ein Nachholbedarf besteht aber nach wie vor.

Als sehr problematisch erweist sich in den letzten Wintern ver¬mehrt jene touristische Nutzung des Waldes, die abseits der gespurten Loipen und präparierten Schipisten stattfindet. Schneeschuhwanderer und Schitourengeher erstürmen immer mehr Bereiche des Böhmerwaldes. Die Kahlflächen am Plö-ckenstein ziehen die Schitourengeher aus allen Himmelsrich¬tungen an. Diese „Waldnutzungen" in geregelte Bahnen zu len¬ken bzw. einzuschränken, stellt eine große Herausforderung für die kommenden Winter dar.
 

Forstmeister Johannes

 

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