Das Kloster Schlägl

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Aquarell: Stift Schlägl

Das Stift Schlägl

Das Kloster Schlägl, auch Stift Schlägl genannt, ist der geistliche Mittelpunkt des oberen Mühlviertels in Oberösterreich.
Als Rodungskloster im 13. Jahrhundert gestiftet, erfüllt es noch immer die wesentlichen Aufgaben, die ihm die Stifter zugedacht haben.

Der Prämonstratenserorden, dem das Stift angehört, hat sich aus einem Predigerorden zu einem Seelsorge-Orden entwickelt. Das Kloster ist das geistliche und seelsorgliche Zentrum des oberen Mühlviertels, von dem aus zurzeit zehn eigene und zwölf bischöfliche Pfarreien betreut werden.

Unser erster Auftrag ist das Leben in Gemeinschaft mit dem täglichen, frei zugänglichen Chorgebet für die Menschen.

Der zweite Auftrag leitet sich aus der Geschichte europäischer Klöster ab, die immer Zentrum der Bildung, Wissenschaft und Kultur gewesen sind. Auch wenn heute der Staat die meisten Aufgaben übernommen hat, bleibt doch ein großes Feld für die Pflege der Kultur, vor allem im kirchenmusikalischen Bereich und durch die Förderung zeitgenössischen Kunstschaffens übrig.

Der dritte Auftrag ist die sorgfältige Bewirtschaftung der dem Stift zum Lebensunterhalt gegebenen Besitztümer. Dabei bemühen wir uns um die Pflege und den Erhalt der Waldungen, Betriebe und Häuser, wobei der Erhalt von Arbeitsplätzen, die Pflege der Landschaft und Erhaltung des kulturellen Erbes Vorrang vor Gewinn und Nutzen haben.

Unser Seelsorge-Auftrag

Foto: J. Wodicka, Linz

Unser Orden wird vielfach im Gegensatz zu Mönchsorden als "Seelsorger-Orden" bezeichnet. Vom Wanderprediger Nobert von Xanten begründet, liegt darin immer noch der Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Mit dem Apostel Petrus gesprochen (Apg 4,20), können wir "unmöglich schweigen von dem, was wir gesehen und gehört haben." Wir haben uns für unseren Herrn Jesus Christus entschieden. Deswegen wollen wir von dem reden und Zeugnis geben, von dem "unser Herz voll" ist.

Unsere Seelsorge umfasst den ganzen Menschen mit seinem Geist und seinem Leibe. Wir wollen nicht nur predigen, sondern die Menschen an unserem Leben teilhaben lassen. Wir wohnen und leben mit ihnen auf unseren Pfarreien, begleiten sie in der Jugend- und Erwachsenenbildung, feiern mit ihnen die Sakramente, engagieren uns in vielen Hilfsprojekten bei uns und auch weltweit und bemühen uns um eine menschenfreundliche Führung der Betriebe.

Das Bildungszentrum ist ein Angebot, in der Atmosphäre eines Klosters Kurse und Konferenzen zu halten, ohne vereinnahmt zu werden. Wir verstehen unsere Seelsorge nicht als Bekehrungsversuche, sondern als Zeugnis für Christus und die dem Menschen geschenkte Freiheit der Kinder Gottes.

Die Gastfreundschaft gehört wesentlich zu unseren Aufgaben als Seelsorger. Kurse und Urlaub im Kloster, Besuche junger Menschen ("Kloster auf Zeit"), Austausch mit anderen Klöstern und nicht zuletzt auch die Begegnung mit den Touristen bieten vielfältige Möglichkeiten der Begegnung.

 

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