Sonderausstellung

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Sonderausstellung im Stift Schlägl:

„Johann Nepomuk Neumann –
ein amerikanischer Heiliger aus dem Böhmerwald“

Am vergangenen Freitag wurde im Stift Schlägl mit einer feierlichen Vesper die länderübergreifende Ausstellung zum 150. Todestag und 200. Geburtstag von Bischof Johann Nepomuk Neumann durch Abt Mag. Martin Felhofer eröffnet. Gäste bei der Ausstellungseröffnung waren u. a. Generalvikar der Diözese Budweis, P. Adolf Pintir, Altbischof Franz Xaver Eder aus Passau, der ehemalige Generalvikar von Passau, Prälat Hüttner, Domdekan Dr. Mochti aus Passau, der Rektor der Redemptoristen in Puchheim, P. Mag. Josef Kampleitner, und in Vertretung des Bürgermeisters von Prachtice der Gemeinderat Vaclav Kunes. Das Einfüh¬rungsreferat hielt Alois Brunner vom Kunstreferat der Diözese Passau.

Foto Dr. Stephan Prügl

Die Sonderausstellung versucht die wichtigsten Stationen aus dem Leben des heiligen Bischof Johann Nepomuk Neumann nachzuzeichnen und anhand von persönlichen Gegenständen sein für die damalige Zeit herausragendes und für uns heute noch aktuelles Engagement in der Seelsorge aufzuzeigen.
Geboren wurde Johann Nepomuk Neumann am 28. März 1811 in Prachatice. Er studierte in Prag neben Philosophie und Theologie auch Mathematik, Naturwissenschaften und Latein, bevor er am 1. November 1831 in das Priesterseminar in Budweis eintrat. Da er wegen des damaligen Priesterüberschusses nicht zur Weihe zugelassen wurde, wanderte er nach Nordamerika aus, wo er am 1. Juni 1836 in New York ankam und dort knapp vier Wochen später, am 25. Juni 1836, die Priesterweihe empfing. Von Anfang an galt sein Einsatz der schulischen Ausbildung und der Einrichtung sozialer Institutionen für die deutschsprachigen Einwanderer. 1840 trat Neumann dem Redemptoristenorden bei und wurde bereits vier Jahre später zum Provinzial gewählt.
In Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen in der Seelsorge ernannte ihn Papst Pius IX. am 1. Februar 1852 zum Bischof von Philadelphia. Als Bischof kümmerte sich Neumann vor allem um die armen und einfachen Leute und um eine gute Schulausbildung, in der er den Schlüssel für eine Verbesserung der sozial schwachen Schichten sah.
Nach nur acht Jahren unermüdlichen Schaffens als Bischof starb er unerwartet am 5. Jänner 1860.
Am 13. Oktober 1963 wurde Johann Nepomuk Neumann von Papst Paul VI. selig- und am 19. Juni 1977 heiliggesprochen.

Für Inhalt und Layout dieser Seite verantwortlich:
Mag. Stephan Weber, Stift Schlägl

 

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