Rundgang durch die Stiftsausstellung

Die Stiftskirche

Die Stiftskirche ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche. Die Säulen und gotischen Gewölbegurten wurden nach dem Wiederaufbau des Klosters 1626 mit barocken Ornamenten verziert. Von der damals neu geschaffenen Einrichtung sind allerdings nur noch die große Orgel (1634) von Andreas Putz aus Passau, ein kunstvolles Chorgitter (1635) von Hans Walz aus Kremsmünster und die Kanzel (1647), ein Werk des aus Südtirol stammenden Bildhauers Johann Worath, erhalten geblieben. Nach einem erneuten Brand im Jahre 1701 wurden die Altäre und das Chorgestühl neu geschaffen: das reich geschnitzte Chorgestühl um 1740; der Hochaltar und die Seitenaltäre in reicher Intarsienarbeit um 1745.  Das Hochaltarbild ist von August Palme (1854), die Altarblätter für die Seitenaltäre schuf 1749 Bartholomäo Altomonte. Die neubarocken Pfeileraltäre sind im 19. Jhd. entstanden und zeigen Altarblätter von August Palme aus der Zeit um 1854.

Aufgrund von Renovierungsarbeiten kann vom 17. April 2017

bis Ende des Jahres die Stiftsausstellung nicht besichtigt werden!

Kreuzgang

Südlich an die Kirche und die Veitskapelle schließt der Kreuzgang, der nicht nur Räumlichkeiten sondern auch Epochen der Stiftsgeschichte verbindet – vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dennoch hat er sich durch seinen schlichten Charakter die Ideale der hochmittelalterlichen Klosterreform bewahrt. Der Kreuzgang und der Innenhof sind für die Öffentlichkeit täglich von 9.00 bis 17.00 frei zugänglich. Ein Film informiert über die Geschichte und Gegenwart des Stiftes Schlägl, über dessen Aufgaben und das klösterliche Leben.

Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie – der Raum entstand 1898 – beherbergt eine Auswahl der über 600 Gemälde des Stiftes. Besonders beachtenswert sind die gotischen Altäre und Bildtafeln, u. a. das „Brixener Altärchen“ von 1484, die „Madonna auf der Rasenbank“ um 1500 und die „Madonna im Ährenkleid“ von 1425. Daneben finden sich Bilder mit religiösen Motiven, Landschaftsbilder und Stillleben aus der Zeit vom 17. Jahrhundert bis um etwa 1900.

Porträtgalerie

Die Porträtgalerie umfasst nicht nur Porträts ehemaliger Klostervorsteher, sondern auch der Mitglieder des Konventes ab 1801.  Begründer dieser Galerie war Abt Wilhelm Waldbauer (+ 1816). Die Sammlung umfasst mehr als 200  Bilder. Die Porträts der Mitbrüder werden erst nach deren Tod in der Galerie aufgehängt.

Bibliothek

Die neubarocke Bibliothek wurde im Jahre 1852 vollendet. Die Einrichtung stammt vom Stiftstischler Anton Simmel und die Deckengemälde sind nach Vorlage von August Palme entstanden. Die Bibliothek umfasst eine Sammlung von ca. 100.000 Büchern aus allen Wissensbereichen. Von den etwa 240 Handschriften und 190 Inkunabeln sind einige besonders schöne Exemplare in der Bibliothek ausgestellt.

Kapitelsaal

Im ehemaligen Kapitelsaal aus dem 17. Jahrhundert ist eine Sammlung von Skulpturen und Entwürfen des aus Südtirol stammenden Stiftsbildhauers Johann Worath zu sehen. Er wirkte von 1640 -1680 in Schlägl und arbeitete für das Stift und für die Stiftspfarren. Arbeiten von ihm finden sich auch in Böhmen (u. a. in Friedberg, Krumau und Prachatitz). Sein Meisterwerk ist die Pieta, die um 1642 entstanden sein dürfte.

Prälatensakristei

In der Prälatensakristei mit der Einrichtung aus der Zeit um 1640 sind neben alten wertvollen Messgewändern auch Abtstäbe, Kelche und andere liturgische Geräte ausgestellt. Besondere Beachtung verdienen ein gotischer Abtstab mit der Darstellung der Gottesmutter aus der Zeit um 1490, die Perlenkasel aus der Zeit um 1570 (gekreuzigter Christus in reliefartiger Flussperlenstickerei), ein Elfenbeinkreuz , reich mit Perlen und Goldziselierungen  besetzt aus der Zeit um 1652, ein Ziborium mit Szenen aus dem Leben Jesu in Emaille-Arbeit und mit Edelsteinen umrahmt von 1654, die Strahlenmonstranz der Pfarre Aigen aus der Zeit um 1690, vergoldet und reich mit Steinen besetzt.

Kultur.Gut.Oberes Mühlviertel

Im Sfiftsmeierhof, 1992 Schauplatz der OÖ. Landesausstellung „BAUERN – Unser Leben – Unsere Zukunft“, wurde 1997 ein Museum eröffnet, in dem große Teile der Sammlung von Herrn Josef Lehner der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Es handelt sich überwiegend um Exponate aus dem Bezirk Rohrbach, die Zeugen des bäuerlich-handwerklich geprägten Lebens früherer Zeit sind.

Für den Besuch dieses Museums ist eine Anmeldung im Stift Schlägl unbedingt erforderlich.

Eintrittspreise

Stiftsausstellung bzw. Museum Kultur.Gut
Einzelpersonen5,00 €
Gruppen ab 8 Personen 4,50 €
Studenten, Schüler, Senioren,Versehrte und Präsenzdiener3,50 €
Schüler im Klassenverband3,50 €
Familienkarte12,00 €
Führungskartepro Personincludiert
Touristikcard, OÖFamiliencardKinder bis15 Jahre frei
Böhmerwald-CardKinder bis15 Jahre frei,Erwachsene proPerson 4,50 €
OÖ Urlaub aufdem Bauernhof10 % Ermäßigung
Kombikarte Stiftsausstellung und Museum Kultur.Gut
Einzelpersonen7,50 €
Gruppen ab 8 Personen 6,00 €
Studenten, Schüler, Senioren,Versehrte und Präsenzdiener5,00 €
Schüler im Klassenverband4,50 €
Familienkarte16,00 €
Führungskartepro Personincludiert
Touristikcard, OÖFamiliencardKinder bis15 Jahre frei
Böhmerwald-CardKinder bis15 Jahre frei,Erwachsene proPerson 6,00 €
OÖ Urlaub aufdem Bauernhof10 % Ermäßigung

Weitere Informationen

Zeiten der Führungen für die Stiftsausstellung:
01. Mai bis 26. Oktober
Di. bis Sa. 10.30 und 14.00 Uhr
Sonn- und Feiertags immer 11.00 und 14.00 Uhr

Führungen sind nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich!
Tel.: +43 7281 8801-0
Fax.: +43 7281 8801-227

Öffnungszeiten für das Museum „Kultur.Gut“ im Meierhof:
Die Besichtigung des Museums ist nur mit Begleitung möglich.
Die Mitarbeiter der Pforte im Stift Schlägl stellen gerne den nötigen Kontakt her.