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Service


Wir sind für die Menschen da

"Licht sein, Freude schenken!" Wir wollen das, was wir leben, mit den Menschen in unserer Umgebung teilen. Darin sehen wir auch unseren seelsorglichen Einsatz in den Pfarren und in der Schule und in verschiedenen anderen Aufgaben. Überall dort wollen wir mit unserem Dienst Zeugnis für unseren Glauben und für unsere Gemeinschaft ablegen. Der Geist unseres Ordens und unserer Gemeinschaft soll ein Zeichen und eine Einladung sein, mit uns zu beten, zu glauben und zu feiern.

Gerade den jungen Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn und den Werten des Lebens sind, möchten wir mit unserer Verkündigung und unserer Lebensweise ein deutliches Zeichen geben von unserem Glauben und von dem, was uns erfüllt. Deshalb ist es uns wichtig, dass sie so viel wie möglich über unser Leben und unsere Gemeinschaft erfahren.

Unser Leitbild

Das Kloster ist unsere Heimat und unsere Familie. Hier sind wir zuhause. Deshalb legen wir unsere Profess auch nicht auf den Orden der Prämonstratenser ab, sondern auf die "Kirche von Schlägl", das ist die Gemeinschaft, in die wir eingetreten sind. Zu ihr gehören wir unser ganzes Leben lang. Jeder von uns ist "Bruder" des anderen, und wir teilen unser Leben, unsere Arbeit und was wir besitzen. Auch wenn nicht alle von uns im Kloster wohnen können, nehmen sie doch an den gemeinsamen Veranstaltungen teil. Unser Gebet und die Sorge füreinander verbinden uns zu einer klösterlichen Familie.

Von den ersten Christen berichtet uns die Hl. Schrift: "Keiner nannte etwas sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam" (Apg 4,32b). Wir teilen miteinander nicht nur unseren Besitz, sondern geben einander vor allem Anteil am persönlichen Leben.

"Das erste Ziel eures gemeinschaftlichen Lebens ist in Eintracht zusammenzuwohnen." (Augustinus, Regel, 1. Kap.). So ist unser Wirken im Kloster darauf ausgerichtet, der Gemeinschaft zu dienen und für den Mitbruder Sorge zu tragen.

Sichtbare Zeichen unserer Gemeinschaft sind unser weißes Ordenskleid, die gemeinsamen Mahlzeiten, miteinander gefeierte Feste und das Wohnen im gemeinsamen Haus.

Im Kapitel, der Versammlung aller Mitbrüder, werden die wesentlichen Fragen unserer Gemeinschaft besprochen und entschieden. Jeder ist berufen, seine Fähigkeiten zum Wohl der ganzen Gemeinschaft einzubringen: in der Spiritualität, in der Leitung, in der speziellen Seelsorge, in der Wissenschaft, in der künstlerischen Begabung und auch im handwerklichen Geschick. Alles diene zur Einheit und zur größeren Ehre Gottes.

 

Die Mitte unserer Gemeinschaft ist die Feier der Eucharistie.

"Wenn ihr in Psalmen und Hymnen zu Gott betet, dann soll auch im Herzen leben, was der Mund ausspricht " (Augustinus, Regel, 3. Kap.).

Die unverzichtbare Grundlage unseres gemeinsamen Lebens ist die Verwurzelung in Gott. Unser Regelvater, der hl. Bischof Augustinus von Hippo († 430), empfiehlt uns

 "ein Herz und eine Seele auf Gott hin zu sein".

Deshalb nimmt auch das Lob Gottes den ersten Platz in unserem Leben ein.

"Dem Gebet obliegt mit Eifer zu den festgesetzten Stunden und Zeiten", weist uns Augustinus an. Dreimal am Tag versammeln wir uns in unserer Stiftskirche zum gemeinsamen Chorgebet:

  • zum Morgenlob (Laudes) und zur Feier der heiligen Messe,
  • zum Mittagsgebet (Mittagshore) und
  • zum Abendlob mit der Schriftslesung (Vesper und Lesehore).

Diese Gebetszeiten mit dem meist gesungenen Lob Gottes sind die Fixpunkte in unserem Tagesablauf. Hier kommen wir zur Ruhe und schöpfen Kraft für unser gemeinsames Leben und für unsere Arbeit.

 

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